Erzbergrodeo 2014 (20. Ausgabe)


Ein Tag Steilhangrennen beim Rocket Ride, zwei Tage Vollgas beim Iron Road Prolog, dazwischen Bierzelt und Party in der Nacht und ein für Ottonormal-Enduristen unpackbar schwieriger Abschlusstag beim Erzberg Hare Scramble. So lautet seit Jahren das Erfolgsrezept des wohl berühmtesten Extrem-Endurorennens der Welt. 1500 Starter und zigtausende Zuschauer sorgen auch dafür dass das mediale Interesse stark zunimmt und mehrere Stunden Fernsehmaterial nach Hause geliefert wird. 

Walter und Michael Feichtinger, Florian Reichinger, Markus Geier, Reinthaller Fritz, Raphael Strasser, Andreas Maier und Andreas Birgmann sind der Mattighofner Beitrag im topbesetzten Starterfeld (Jarvis, Walker, Lettenbichler, Bolton, Lampkin, Knight, ...). Sie kämpften am 13,5km langen Iron Road Prolog um sich für das Harescramble zu qualifizieren.

Am besten gelang das, bei anhaltend schlechten Wetter, Michael und Walter Feichtinger, die mit Platz 11 und 12 (von 1500) gehörig auf sich aufmerksam machen konnten. Florian Reichinger fand mit Startnummer 742 schon eine ausgefahrene Prologstrecke vor und konnte mit Rang 48 trotzdem ein Ergebnis für die heißbegehrte Startreihe 1 einfahren. Am zweiten Prologtag riskierte er nicht mehr alles und wurde leider noch von 4 Fahrern überholt (Rang 52, Startreihe 2). Markus Geier wurde Gesamt 117., Raphael Strasser 249., Fritz Reinthaller 303., Andreas Birgmann 399.,  Andreas Maier 440.

Nach den Wetterkapriolen bei den Qualirennen war für das sonntägige Highlight endlich perfektes Endurowetter angesagt.

Um kurz nach Mittag wurde dann die erste Startreihe (mit Walter und Michael) in den "Krieg" geschickt. Während Walter einen perfekten Start hatte und voll dabei war, musste Michael am ersten Steilhang kurz zu Boden. Bis Checkpoint 12 nahm Walter nur einmal Fremdhilfe in Anspruch, musste dann aber feststellen, dass seine Hinterradfelge mit der hohen Beanspruchung nicht zurechtkam. Sieben Speichen waren gebrochen. Eine notdürftige Reparatur konnte das Rennende nicht mehr verhindern. Michael kämpfte sich ebenfalls bis Checkpoint 12, konnte sich im "Stau" aber nicht mehr motivieren weiterzumachen. Stattdessen besorgte er sich ein Auto und half seinem Bruder ins Fahrerlager zu kommen.

Florian Reichinger begann das Rennen aus der zweiten Startreihe relativ entspannt und konnte bis Checkpoint 7 sehr gut mithalten. In diesem Hang (Maschin) war aber dermassen hohes Verkehrsaufkommen, dass kaum noch was vorwärts ging. Von hinten näherte sich Teamkollege Markus Geier, der langsam aufschliessen konnte. Beide halfen sich dann gegenseitig von Checkpoint 7 bis Checkpoint 13 und hätten fast noch das legendäre "Carls Dinner" erreicht, mussten aber nach Ablauf der Zeit komplett zufrieden aus dem Rennen aussteigen ("wir freuen uns auf nächstes Jahr").

Also alles in allem eine sehr vielversprechende Vorstellung der Jungs, die mit ein bisschen mehr Glück in nicht all zu weiter Zukunft den Berg aus Eisen bezwingen könnten.

Den Sieg beim Harescramble holte sich ein souverän fahrender Jonny Walker vor Graham Jarvis und Andreas Lettenbichler. 31 von 1500 Teilnehmer (2%) erreichten das Ziel.

Ergebnisse:

Markus Geier: Platz 78 (CP13)

Florian Reichinger: Platz 80 (CP13)

Walter Feichtinger: Platz 96 (CP12)

Michael Feichtinger: Platz 99 (CP12)

Raphael Strasser: Platz 426 (CP4)

Fritz Reinthaller: Platz 463 (CP2)

Andreas Birgmann: Platz 476 (CP1)

Links:

www.erzbergrodeo.at

Auszug aus "Vollewäsch":
Ein super Rennen fahren Reichinger und Geier. Nächstes Jahr ist das Ziel das Ziel.
Erfolgreich bis Carl’s Dinner: Florian Reichinger und Markus Geier Als 52. des Prologs ging Florian Reichinger aus der zweiten Startreihe ins Rennen. Und der junge Oberösterreicher war super bei der Musik, hat es bis kurz vor Carl’s Dinner (Checkpoint 14) geschafft. „Es war perfekt und es ist wirklich gut gelaufen“, so der schnelle Mann aus Munderfing. Ab Checkpoint 6 (Ludwig’s Land) war der Terra X-Dream/Husqvarna-Pilot im Duett mit Markus Geier unterwegs. Gemeinsam kämpfen sich die Herren vom MSC Mattighofen weiter. Reichinger: „Hart war ein Wurzelfeld. Da haben wir jeweils ein Motorrad zu viert rübergeschoben.“ Nach Checkpoint 13 war das Camelbak leer. „Und ich auch“, erzählt Reichinger, der toller 80. wird. Geier holt sich Platz 78.


Inhalt:  F. Reichinger, Fam. Mühlbauer-Feichtinger, M. Sattlecker