Niklas Neider Supermoto Saison 2017


Rennbericht der Saison 2017 mit 7 Rennen.

Start war am 29./30. April im tschechischen Pisek. Die Anreise gestaltete sich schwierig, da wir uns durch heftigen Schneefall kämpfen mussten. Endlich dort und das Lager aufgeschlagen ging es am Samstag los mit Training. Die sehr tolle und anspruchsvolle Strecke lag mir gut, der Offroad Teil war zwar etwas kurz, aber ausreichend. Ich konnte mir am Samstag den 10. Startplatz sichern und top motiviert ins Rennen gehen. Am Sonntag ging‘s kurz zum Warmup auf die Strecke und bei gutem Wetter freute ich mich auf das Rennen.

Im 1. Rennen hatte ich keinen guten Start erwischt und musste von hinten angreifen. Trotz eines Sturzes konnte ich noch den 7. Platz über die Linie retten. Im 2. Rennen lief es etwas besser und ich kam als 6. Ins Ziel. Tagesgesamt: 6. Platz
Weiter ging es ein Wochenende später in Oberösterreich, in der Wurzeralm. Da sich Papa noch ein Enduro Rennen am Samstag eingeplant hatte, musste ich ohne Training und Qualifying am Sonntag an den Start. Das Wetter hatte auch kein Mitleid mit mir und es regnete heftig. Aber, nur die Harten kommen durch und ich hatte schon im Warmup Spaß mit der Strecke und der rutschige Offroad machte mir richtig Spaß. Das erste Rennen begann gut und ich schob mich vom letzten Platz vor zu den Top 5. Meine große Motivation wurde mir jedoch in der 180° Offroad- Kurve zum Verhängnis und ich stürzte beim Versuch einen Gegner zu überholen. Konnte aber immerhin noch den 4. Platz einfahren.

Abb. 1 Start Wurzeralm
Wie zu erwarten regnete es auch beim 2. Rennen wie aus Kübeln und ich stand völlig durchnässt am Start. Auch dieses Mal erwischte ich einen guten Start und konnte gleich zu Beginn im vorderen Mittelfeld mitmischen. Am Übergang vom „Dreck“ auf die asphaltierte Strecke „passierten“ mir ein paar spektakuläre Drifts und ich konnte wieder den 4. Platz heim bringen. Tages gesamt: 4.
 
Zu Pfingsten ging es dann ins benachbarte Deutschland, in Fridolfing fand der nächste Event statt.
Bei super warmen Wetter absolvierte ich am Samstag die Trainingsläufe, fand aber keinen richtigen Rhythmus und kam nicht gut mit der Strecke zurecht. Da der Offroadanteil ziemlich groß war fühlte ich mich auch nicht sehr wohl.
Die Rennen am Sonntag konnte ich sturzfrei abspulen doch die tiefen Rillen und Gräben die sich im Offroad von den „Großen“ herausfuhren machten mir ziemliche Probleme. Rennen 1 – Platz 7. Und Rennen 2 – Platz 6 Tagesgesamt: 6.
 
Abb. 2 Schnell in Fridolfing
 
Für das nächste Rennen mussten wir nach Kärnten fahren, zum Öamtc Gelände in Mölbling.
Da wurde diesmal ein sehr, sehr schneller Kurs vorbereitet, viel bergauf und bergab sowie lange Geraden die meinem 65erl alles abverlangten. Da es dort keinen Offroadteil gab war ich etwas unterlegen, weil mir der hohe Speed noch etwas Angst machte.
Durch einen harten Sturz im Training - ein Rennkollege rammte mich in der Kurve und schob mich von der Strecke – war ich etwas entmutigt und vorsichtig, somit konnte meine KTM nur auf Startplatz 10 stellen.
Die beiden Rennen spulte ich eher vorsichtig ab und konnte Platz 5 und Platz 6 herausfahren, Tagesgesamt somit nur 6.
 
 
Abb. 3 Mölbling
 
Rennen Nummer 5 fand wieder im der Tschechei, dieses Mal in Cheb statt. Darauf freute ich mich besonders. Die große und vor allem breite Kartbahn ist eine tolle Supermotostrecke, auch der Offroad ist super zu fahren.
Doch die Freude war nur kurz, meine Konkurrenz war dort doch viel stärker als gedacht. Einige „Einheimische“ fuhren mit und die kannten die Strecke in- und auswendig. Auch ein Sturz beim Offroad Ausgang bremste mich und ich konnte nur Platz 6 und 7 erreichen. Tagesgesamt: 7.
 
Zurück in Österreich ging es nach Schwanenstadt / Oberösterreich. Schon bei der Ankunft gab es ein paar Schwierigkeiten bei der Anmeldung, da es so aussah als ob Kinder nicht wirklich erwünscht wären. Aber unsere Renate konnte die Probleme zum Glück lösen – somit ab aufs Moped.
Die Strecke war für mich gut zu fahren, einzig der Offroad war sehr zu Gunsten der „größeren“ Teilnehmer gemacht. Das Problem löste sich aber durch den aufkommenden Regen von selbst. Wir Kids durften ihn nicht fahren. Die Asphalt und Pflasterstein Strecke war dann sehr schnell und ich konnte meine KTM auf Startplatz 11 stellen.
Rennen Nummer 1 fuhren wir bereits am Samstagabend (fast bei Flutlicht) vor sehr vielen Zuschauern und ich kam auf einen guten 5. Platz.
Auch das Rennen am Sonntag verlief sturzfrei und endete abermals auf Platz 5. Tagesgesamt: 5.
 
Abb. 4 Schwanenstadt

Jetzt war noch der Saisonabschluss in Melk auf dem Rennkalender. Da erwartete uns eine richtige Highspeed Strecke mit schnellen Kurven und der langen Start-/ Zielgeraden und auch zwei anspruchsvolle Offroadteile.
Auf dieser Strecke kam ich an meine Grenzen und hatte etwas Angst bei der hohen Geschwindigkeit. Über 100 km/h mit meinem 65erl auf der langen Geraden. Somit fuhr ich mir den 14. Startplatz heraus, die Konkurrenz war echt schnell.
Beim ersten Rennen – Samstagabend, war das Wetter noch ok und der Offroad richtig griffig und gut zu fahren und ich konnte einen passenden Rhythmus finden. Platz 4 freute mich besonders.
Am Sonntag Vormittag fand unser 2. Rennen statt, doch diesmal regnete es und wir Kids durften einen Offroad - Teil nicht fahren, nur die schnelle Schotterkurve blieb uns übrig. Doch ich kam sturzfrei durch und beendete als 5 das Rennen. Tagesgesamt 4.
 
Durch meinen Ehrgeiz und das ich an jedem Rennen am Start stand, sammelte ich viele Punkte.
Zu meiner Überraschung reichten die Punkte zu einem 3. Platz in der Jahreswertung – juhu!!!!!

Es war für mich eine lustige, erfolgreiche, aber auch anstrengende Saison. Es ist nicht so leicht die Schule, das Lernen, Training, Rennen und Freizeit zum Spielen unter einen Hut zu bringen.
Danke an Papa für das Bereitstellen meiner KTM und alles drum herum.
Danke an Godi für die finanzielle Unterstützung.
Danke an die SchalchnerDreck’sDeifen für das Benzin.
Danke an den MSC Mattighofen für die Möglichkeit zum Offroadtraining und mein 2 Taktöl & Kettenspray von Fuchs Silkolene.
Danke an den MSV Dornerberg für die Möglichkeit zum Training am Asphalt.
Und Danke an alle die mir die Daumen gehalten, mich angefeuert und unterstützt haben.
 
Abb. 5 Jahressiegerehrung am Schickelhof / Kremsmünster