Enduro ÖM 1. und 2. Lauf 2017 "Stang the Race" (NÖ), klassisches Enduro


Toller Start in die Endurostaatsmeisterschaft für den MSC Mattighofen.

Bei traumhaften Wetter fand in Kirchschlag in der buckligen Welt der erste Lauf zur Enduro Staatsmeisterschaft statt. Fast 500 Starter kämpften gegen Strafminuten auf den Verbindungsetappen und um Hundertselsekunden in den Sonderprüfungen, wie es beim klassischen Enduromodus eben so üblich ist. "Stang the Race" ist übrigens das einzige Event in Österreich bei dem dieser für den Veranstalter schwere Ausführungsmodus zum Einsatz kommt und beweist damit, dass es doch noch möglich ist die Anliegen von Organisatoren, Behörden und Grundstücksbesitzer unter einen Hut zu bringen. Gratulation dafür an den MSC Kirchschlag!

Auf der 70km langen Runde gab es dann in den Zuschauerzonen Motorsport vorm Feinsten zu sehen. WM-Starter Pascal Rauchenecker lieferte sich über 2 Tage lang einen Fight mit dem amtierenden Staatsmeister Bernhard Schöpf, den der Innviertler Rauchenecker für sich entschied. Knapp dahinter konnte aber schon der erste Mattighofner, Michael Feichtinger, mit Rang drei und einer sehr starken Leistung auf sich aufmerksam machen. In den Top Ten waren auch noch Walter Feichtinger und Florian Reichinger. In der Juniorenwertung belegen die Drei standesgemäß die Plätze 1-3. Markus Geier komplettiert mit Rang 4 den Vierfachsieg für den MSC Mattighofen. Die restlichen Ergebnisse unserer zahlreich angetretenen Mitglieder sind auf der Homepage des Veranstalter nachzulesen.

Persönliche Eindrücke:

Florian Reichinger: Guter Start für mich in die Enduro ÖM dieses Wochenende in Kirchschlag.
Samstag machte ich wenig Fehler und fuhr konstant gute Sonderprüfungen, schlussendlich reichte es für Platz 2 bei den Junioren und für den achten Platz in der Openklasse.
Sonntag machte mir der Motocross Test ein wenig zu schaffen und ich konnte da nicht ganz so tolle Zeiten fahren.  Es wurde letztendlich Rang 3 bei den Junioren und 9 in der Openklasse.
Ich bin voll zufrieden, weiß das noch mehr geht und freue mich schon aufs nächste Event.

 

Michael FeichtingerWalter Feichtinger: Großen Erfolg und Enttäuschung beim ersten ÖM-Rennen in der Buckeligen Welt beim Stang the Race in in Kirchschlag. In jeder Hinsicht stark ist Österreichs Enduro Szene in die Staatsmeisterschaft 2017 gestartet. Rund 500 Starter hatten auf der rund 70 km langen Enduro Strecke die perfekten Rennbedingungen.
Am ersten Tag des Bewerbes hatten die Brüder tolle Zeiten bei den Sonderprüfungen! Walter lag zwei Sekunden vor Michael. Beim letzten Test, wie schon vor zwei Jahren, riskierte er zu viel und übersah einen Baumstumpf und machte seinen Vorsprung vom ganzen Tag mit einem bösen Sturz zu nichte. Michael war sehr geschickt unterwegs, machte kaum Fehler und fuhr mit seiner Husqvarna aufs Podium. Zur Überraschung mancher Fahrerkollegen. Am späten Nachmittag waren dann beide angeschlagen. Walter noch vom Sturz, Michael aufgrund von Ölverlust an seiner Maschine.
Dennoch zeigten die Nachwuchsfahrer ihr Können bei den Sondertests. Michael behielt seine Nerven und die Maschine unter Kontrolle. An beiden Tagen lag Walter auf Rang Drei, doch das Pech in Kirchschlag verfolgt ihn.
Ausgerechnet beim Start zur letzten Sonderprüfung verlor er den vorderen Bremshebel.
Er rettete sich noch auf Rang sieben in der Open-Klasse. Mit einen tollen vierten Platz in der Open Klasse am Sonntag war Michael auch der beste ÖM Junior an beiden Bewerbstagen .

Thomas Kendlbacher: Am Freitagmorgen, dem 07.04.2017 machten wir uns auf den Weg nach Stang zum ersten Staatsmeisterschaftslauf 2017. Gleich als wir ankamen fuhren wir zu den Sonderprüfungen um die Strecke zu besichtigen. Nach der Streckenbesichtigung habe ich mich angemeldet und gab das Bike im Parc Fermé ab. Am Abend schrieb ich noch die Zeitkarte für den nächsten Tag und traf die letzten Vorbereitungen um morgens gleich startklar zu sein.
Tag 1: Runde 1: Motiviert und etwas nervös ging ich an den Start meines ersten klassischen Enduro-Rennens. Um 09:10 Uhr startete ich in Richtung Motocross-Test. Da die erste Runde nicht gewertet wurde, nutzte ich die Gelegenheit um mir die Streckenführung und die Gegebenheiten der Strecke in Ruhe anzusehen. Das gleiche machte ich beim anschließenden Enduro-Test, den es nach einer Etappe für die man 1,5 Stunden Zeit hatte zu bewältigen galt. Die Etappe war lang und führte durch Waldpassagen mit einigen Steilhängen, über Felder und auch entlang von einigen Asphaltstraßen.
Runde 2: „Jetzt geht’s um die Wurst!“ dachte ich mir, als ich beim MX-Test ankam war ich sehr nervös und wollte unbedingt eine gute Zeit fahren. Das gelang mir eigentlich ziemlich gut, doch dann ist mir das Bike in zwei engen Kurven zwei mal abgestorben. Am Weg zum Enduro-Test ist mir dann ein schwerer Fehler unterlaufen. Ich habe einen Pfeil übersehen und fuhr statt der Staatsmeisterschaftsspur die Hobbyspur. Aus diesem Grund wurde ich leider an Renntag eins disqualifiziert. Um diesen Fehler am zweiten Renntag, der separat gewertet wurde nicht noch einmal zu machen fuhr ich zur Sicherheit auch noch die dritte Runde. Leider hatte ich vor dem MX-Test einen Sturz und musste die Runde mit Schmerzen in der linken Hand fertig fahren. Bei dem Sturz habe ich mir den Schalthebel demoliert und musste ihn tauschen. Bei einem neuerlichen Sturz zog ich mir eine Brandwunde auf dem linken Innenschenkel zu, die mir beim Knieschluss einiges an Schmerzen bereitete. Etwas abgekämpft von Tag 1 machte ich mein Bike abends rennfertig für den zweiten Renntag und stellte es im Parc Fermé ab.
Tag 2: An Tag zwei habe ich beschlossen eine andere Strategie zu verfolgen. Ich machte mir keinen Druck und sah dem zweiten Renntag gelassen entgegen. Dadurch war ich weniger nervös und fuhr ein gutes Rennen. Ich kam nach den einzelnen Etappen jeweils ca. 15 min vor dem jeweiligen Test an und konnte mich noch kurz stärken. Auch bei den Tests fuhr ich bessere Zeiten als am Vortag und konnte das Rennen mit Platz 7 in der Junioren-Staatsmeisterschaftswertung beenden. 
Das kommende rennfreie Wochenende werde ich zum Trainieren nutzen und mich ordentlich auf das nächste Rennen vorzubereiten.
Dieses findet am Samstag, dem 22.04.2017 in St. Peter am Kammersberg (Stmk) statt.

Anna-Larissa Redinger: Ich muss zugeben, dass ich wirklich etwas nervös war. Ein klassisches Enduro, ein wirklich strenges Reglement, viel planen und koordinieren. Ganz anders als die 2h Rennen, die ich bisher fahren durfte! Der Start war eher schlecht. Mein Bike war nicht ganz so motiviert wie ich und wollt einfach nicht anspringen. Auch der E-Starter wollte nicht so recht funktionieren. Nach gefühlten 100 Mal kicken ging es aber dann doch los! Ein bisschen verunsichert aber die Vorfreude aufs Fahren war größer und die ersten Bedenken gleich wieder weg! Nach der ersten Etappe wusste ich: OK, ich schaffe die Zeiten in der Profi Klasse und kann immer ohne Stress die Verbindungen zu den Sonderprüfungen fahren, super! Insgesamt durften wir am Samstag 3 Runden zu je 70km fahren und am Sonntag 2 Runden, auch wieder 70km. In jeder Runde warteten ein Motocross und eine Enduro Test auf uns. Der erste Tag ist eigentlich ganz gut gelaufen, ich wurde nicht Letzte in der Profi Klasse und war auch mit meinen Zeiten in den Sonderprüfungen einigermaßen zufrieden. Für den zweiten Tag hatte ich mir vorgenommen, das Ganze einfach noch einen Tick konzentrierter anzugehen, besser Linien zu fahren, um vielleicht noch ein paar Sekunden herauszuholen. Ist mir auch gelungen. Alles in allem war Tag zwei besser. Obwohl ich damit gerechnet hatte körperlich nicht mehr ganz so fit wie am ersten Tag zu sein, nach den 210km am Vortag, es ging mir aber richtig gut! Die Skitouren im Winter habe sich vielleicht doch ausgezahlt! Overall konnte ich den 46. Platz in der Profi Klasse erreichen, für mich schon ein weiterer Schritt nach vorne. Mit der Elite Österreichs in einer Klasse zu fahren ist wirklich motivierend und macht Spaß! Beeindruckt hat mich Österreichs Enduro Champ: Pascal Rauchenecker - Platz 1! Schön, dass er den Weg vom Motocross Sport in die Enduro Welt geschafft hat! Das nächste Rennen findet in Kroatien statt und ich freue mich schon sehr darauf! Vergangenes Jahr durfte ich aufs Podium, mal sehen was diese Jahr möglich ist! :)

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