Anna-Larissa Redinger auf der neuen KTM 250 EXC-F Six Days

 
Ich habe echt so einiges nach zu berichten! Vor einigen Wochen habe ich mich neu verliebt....
Darf ich vorstellen - KTM 250 EXC-F Six Days - Larissa in Love!
Ich kann es noch gar nicht glauben!!!! Ich bin einfach unheimlich dankbar und happy!!
Schon beim ersten Mal aufsitzen habe ich mich super wohl gefühlt!! 
Das erste Rennen bin ich in Lunz am See gefahren - das Rennen gehört zum österreichischen Enduro Cup und war mitunter eines der schwierigeren Rennen die es in Österreich gibt. Gewertet werden hier nur die Sonderprüfungen. Sollte man sich aber auf den Etappen dazu entscheiden die leichtere Variante zu fahren bekommt man Strafminuten dazu. In Runde 1 hatte ich kaum Probleme und konnte auch die schweren Passagen super fahren. Schon im Training habe ich gemerkt, dass mir die 250er einfach super liegt! Obwohl es ununterbrochen regnete und die Bedingungen echt schwer waren - mit den tollen Tipps und der Unterstützung von Michael Rusam und Erich Brandauer kam ich auch mit der Steinfelsen Passage gut zu recht. In der zweiten Runde tauschte ich mein Hinterrad gegen ein Laufrad mit Mousse, da es auf Grund der vielen Steine doch etwas riskant war mit einem Schlauch zu Fahren. Leider erwies sich das als kleiner Fehler, denn das Mousse war viel zu hart für mich und ich konnte fast keinen Grip aufbauen. Runde 2 kostete mich also sehr viel Energie und ich stürzte extrem oft. In Runde drei wechselten wir also das Rad erneut und ich konnte die letzte Runde nahezu fehlerfrei fahren :) 
Schlussendlich war der Dritte Platz dann doch ein Erfolg und ich war froh über die tollen Erfahrungen im schweren Gelände!
 
 
Das darauf folgende Rennen in Grafenbach brachte einige Highlights aber auch Tiefen für mich! Ich hatte einen unglaublichen Start und konnte das Tempo von Anfang an sehr gut halten. Ich war Dritte und das hinter der Enduro Queen Vroni Dallhammer und Patricia Vieghofer. Die Strecke war meiner Meinung nach die schwerste bis her in der ACC Serie. Mit steilen Auf und Abfahrten gab es leider viele Unfälle und auch teilweise Verletzungen. Bei einer Auffahrt löste sich ein Steinbrocken von oben und krachte auf meine Vorderbremse - somit fiel diese leider aus und ich musste ohne Bremse weiterkämpfen - echt schwer und ich war wirklich verzweifelt - ich verschenkte auf Grund dieses Defekts leider zwei Plätze und es reichte nur für Platz 5!  Ich bin zufrieden aber ich weiß, dass ich zum ersten Mal auf dem Stockerl stehen hätte können bei der ACC und das war doch ein bisschen hart! 
 
Ein Highlight war allerdings, das zum ersten mal meine Familie bei einem Rennen dabei war - eine bessere Unterstützung hätte ich nicht haben können! Mein Papa spielte Schmiermaxi und brachte meine Bremse wieder auf Vordermann. Mama und Opa schossen super Bilder und feuerten mich jede Runde an! Ganz besondere und schöne Momente für mich :) 
 
Der Ehrgeiz ließ mich also nicht ganz aus und so beschloss ich auch im folgenden Lauf bei den Profis zu starten. Leider war das Starterfeld etwas kleiner als sonst, da die meisten Fahrer der Profi Klasse bei der WM in der Slowakei vertreten waren. Der Start ist  mir wieder gut gelungen und ich stürzte mich erneut zwei Stunden ins Renngeschehen. Dieses Mal lief es einfach super für mich. Ohne Sturz!  Die Anfeuerungsrufe meiner zwei Mädels Kathi und Lissi, die mir zum ersten mal zuschauten motivierten mich Runde für Runde und ich hatte einfach wahnsinnige Freude am Fahren. Der Frust vom Vormittag war wie verflogen! 
Der Staub und die schlechte Sicht machten aber auch dieses Rennen zu einer Challenge und viel gaben auf, weil es einfach gefährlich war. Ich kämpfte bis zum Schluss und konnte den 4ten Platz in der Klasse Profi erreichen! 
 
Beim Finale in Mattighofen werde ich ALLES geben!